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Das Elliott-Wellen-Prinzip

Folgender Artikel erschien im April 2008 im Smart Investor im Rahmen des Titelthemas "Das Elliott-Wellen-Prinzip"

Die Theorie der Elliott-Wellen hat der Amerikaner Ralph Nelson Elliott [links](1871 – 1948) in den 30er Jahren des
vergangenen Jahrhunderts entwickelt. Elliott hatte gute Kenntnisse der Dow-Theorie, die von Charles Henry
Dow [rechts] (1852 – 1902) schon Ende des 20. Jahrhunderts formuliert wurde und als Grundlage für das gesehen
werden kann, was wir heute unter Technischer Analyse verstehen.
Schon Dow – der 1894 einen Aktienindex veröffentlichte, aus dem später der noch heute bekannte Dow
Jones Industrial Average hervorging – erkannte, dass sich bestimmte Kursmuster immer wieder in ähnlicher
Formation wiederholen. Während einer schweren Blutkrankheit analysierte Elliott über Monate hinweg
akribisch den US-Aktienmarkt, vorwiegend den DJIA.
Fraktale Selbstähnlichkeit
Er erkannte, dass sich die Preisschwankungen und Kursmuster bei Aktienmärkten innerhalb von wenigen
Tagen verblüffend mit den Verläufen über Monate oder Jahre hinweg ähnelten. Außerdem entdeckte er die
zyklische und fraktale (selbstähnliche) Ausbreitung von Wellenmustern. Fraktale sind Objekte, die aus
mehreren verkleinerten Kopien ihrer selbst bestehen.
Beispiele aus der Natur finden sich viele:
- ähnlicher Aufbau von Sonnensystem und Atomstruktur
- ein Baumzweig sieht ungefähr so aus wie ein verkleinerter Baum
- das Teilstück eines Farns sieht in Vergrößerung ziemlich genauso aus wie das Blatt als Ganzes
- der Romanesco (Pyramidenblumenkohl) weist in seinem Blütenstand fraktale Strukturen und Fibonacci-
Spiralen auf
- die Kochsche Schneeflocke
Elliott und die Chaos-Theorie
Diese Grundidee wird heute noch durch Erkenntnisse der Chaosforschung gestützt. Einer der berühmtesten
Verfechter dieser Theorie ist der Mathematiker Benoît Mandelbrot. Dieser erhielt neben dem Japan-Preis
2003 im Jahre 2004 auch den Wirtschaftsbuchpreis der Financial Times Deutschland (FTD) für sein Buch
„The (Mis)Behavior of Markets“. Die deutsche Ausgabe ist 2007 unter dem Titel „Fraktale und Finanzen.
Märkte zwischen Risiko, Rendite und Ruin“ erschienen.
Das Regelwerk füllt ein ganzes Buch
Elliott veröffentlichte schließlich seine Erkenntnisse und Regeln in dem 1938 erschienenen Buch „The
Waves Principle“ (Das Wellen-Prinzip). Als eine der wichtigsten und grundlegendsten Informationen ist
daraus zu entnehmen, dass Kurse Nachrichten machen. Die Marktteilnehmer suchen sich im Nachhinein
eher diejenigen Nachrichten heraus, die zu den Kursen passen. Nachrichten machen also umgekehrt keine
Kurse im ursächlichen Sinne, sondern sind nur der Auslöser einer Kursbewegung, die technisch fällig ist.
Der verstorbene Altmeister der Börse, André Kostolany (1906 - 1999), war der Überzeugung: "Kurz- bis
mittelfristig macht die Psychologie 90 Prozent an der Börse aus! Langfristig spielen dann die fundamentalen
Gründe eine größere Rolle."
Psychologie bestimmt den Markt zu jeder Zeit
Elliott ging sogar noch ein Stück weiter und stellte fest, dass die Psychologie, und nichts anderes, den Markt
zu jeder Zeit bestimmt. Die fundamentalen Daten, die börsentäglich über die Ticker laufen, sind nicht der
Auslöser von Verhaltensänderungen bei den Marktteilnehmern, sondern vielmehr die Folgen eines bereits
veränderten Verhaltens. Zugegeben, eine fast schon provokative These in Zeiten, in denen wir täglich mit
einer Nachrichtenflut konfrontiert sind. Wenn Sie sich jedoch mit dem Elliott Wellen-Prinzip über einen
längeren Zeitraum auseinandersetzen und es auch halbwegs verinnerlicht haben, werden Sie merken, dass
die fundamentale Nachrichtenlage keine tragende Rolle spielt.
Mal ist es der vermeintliche Einfluss des zu hohen Ölpreises, mal die außerplanmäßige Zinssenkung der
FED und ein anderes Mal die ach so schlechten Vorgaben des chinesischen Aktienmarktes, die
beispielsweise den Dax in die Knie zwingen. Es stehen also jede Menge Gründe in x-beliebiger Kombination
zur Verfügung, um Kursbewegungen an den Märkten im Nachhinein zu erklären. Das größte Manko bei
dieser Methode ist, dass Sie erst nach der Kursbewegung durch die Medien gesagt bekommen, was dieses
Mal der Auslöser dafür war. Irgendein Grund passt mit Sicherheit immer auf das aktuelle Geschehen.
Weiterentwicklung der Elliott-Wellen
Nach dem Tod von Elliott führte insbesondere Robert Prechter (Fotos s.u.) Elliott's Arbeiten weiter und leistete dazu
selbst eigene Verbesserungen. Er veröffentlichte seine zusätzlich erworbenen Erkenntnisse in dem 1978
publizierten Buch „Elliott Wave Principle“ – auf deutsch unter dem Titel „Das Elliott-Wellen-Prinzip. Schlüssel
für Gewinne am Markt.“ erschienen. Prechter erlangte in den anschließenden 80er Jahren den Status eines
Gurus. Unter anderem deswegen, weil er den Crash von 1987 ziemlich genau prognostizierte. Dieser Status
schmolz jedoch wieder beträchtlich, nachdem er in den 90er Jahren während der haussierenden
Aktienmärkte immer wieder von einem erneut bevorstehenden Crash sprach. 2002 veröffentlichte er
passenderweise ein weiteres Buch, dessen deutscher Titel lautet: „Besiege den Crash“. Neben Prechter hat
vor allem Glenn Neely dazu beigetragen, das Prinzip der Elliott Wellen weiter populär zu machen und weiter
zu verbessern. Auch er hat seinen eigenen Regelkatalog in Bezug auf die Elliott Wellen entworfen und
veröffentlicht.
Grundmuster
Das typische Grundmuster in der von R.N. Elliott aufgestellten Theorie ist der sogenannte in Trendrichtung
laufende fünfteilige Impuls. In Baisse-Phasen läuft dieser natürlich entsprechend in die entgegengesetzte
Richtung. Diese Wellenstruktur ist auch von Elliott-Anfängern leicht auszumachen. Welle 3, auch als
Hauptantriebswelle eines jeden Wellenzyklus bezeichnet, sollte sich in einem klassischen Impuls immer als
längste Welle profilieren. Die erste und die fünfte Welle sind in der Regel gleich lang. Welle 2 und 4 sind
jeweils Korrekturen in diesem Trend. Es darf zu keiner Überschneidung der ersten und vierten Wellen
kommen.
Dazu zwei Anwendungen, unabhängig von Preis- und Zeitskala, am Beispiel von EUR/USD bzw. Intel:
Korrektur folgt auf Impuls
Welchen Nutzen bringt nun die Kenntnis der Wellenbewegung? Wenn diese Struktur, gleich auf welcher
Zeitebene, vollständig erkannt wird, ist es möglich, sich gegen diesen Trend zu positionieren. Denn nach
einem Impuls, egal ob in einem Bullen- oder Bärenmarkt, folgt immer eine entsprechende Gegenbewegung.
Ein Sprichwort besagt: „Was hoch steigt, muss auch wieder fallen.“ (das gilt natürlich auch umgekehrt). Es
folgt also eine Konsolidierung entgegen dem Trend. Diese sieht typischerweise wie das folgende Schema
aus.
Variationen von Korrekturen
Die Gegenbewegung, die Welle (2), hier als „Zigzag“ zur Welle (1) dargestellt, korrigiert den
vorangegangenen Impuls immer in drei Teilen. Die Teilwellen werden mit A, B und C benannt.
Die Wellen A und C sind von ihrer internen Struktur auch kleine fünfteilige Impulse und besitzen
üblicherweise eine ähnliche preisliche Ausdehnung. Welle B ist hingegen eine dreiteilige Gegenbewegung
entgegen dem in Welle (2) vorherrschenden Trend. Nach Abschluss dieser Korrekturwelle folgt ein weiterer
Aufwärtsimpuls. Im folgenden Schema ist das Welle (3).
Diese Hauptantriebswelle, begleitet durch stark anziehendes Handelsvolumen, ist wiederum Teil eines
größeren Impulses auf höherer Ebene, dem Wellenzyklus [1]. Spätestens hier erhält man einen Eindruck
davon, was eingangs mit der zyklischen und fraktalen Ausbreitung von Wellenmustern gemeint ist. Doch
bevor ein fünfteiliger Impuls abgeschlossen wird, bedarf es einer zweiten Korrekturwelle, ähnlich der Welle
(2), die Welle (4). Diese Teilwelle tritt oft Gestalt eines sich zusammenziehenden Dreiecks auf.
Beispiele: Öl
Aus der Welle (4) heraus werden die Kurse gewissermaßen nochmals nach oben gedrückt – in Richtung der
den Zyklus abschließenden Welle (5). Die interne Struktur dieses Dreiecks ist auch relativ leicht zu
identifizieren. Die fünf Teilwellen A bis E weisen jeweils eine dreiteilige Struktur auf. Ähnlich der des
beschriebenen ZigZags. Aus den jeweiligen Hoch- und Tiefpunkten lässt sich dann ein Dreieck konstruieren.
Der Nutzen dieser Welle liegt darin, zu erkennen, dass die Bewegung in Trendrichtung noch nicht beendet
ist. So können hier Positionen im jeweiligen Markt gegebenenfalls weiter aufgestockt werden oder es lohnt
sich sogar noch der Neueinstieg. Die sich anschließende fünfte Welle wird einen weiteren Aufwärtsimpuls
darstellen und den Zyklus [1] komplettieren.
Die Tücke liegt im Detail
Es gibt jedoch auch einige Tücken bei dieser Art von Abschluss-Wellen. Zwei recht häufig vorkommende
Szenarien sollen hier vorgestellt werden.
„Das beendende Dreieck“
Beispiele: Deutsche Bank - Dow Jones 1 - Dow Jones 2
Dieses hat nichts mit dem sich zusammenziehenden Dreieck im Rahmen der Welle (4) zu tun, auch wenn
der Name es vermuten lässt. Es handelt sich hierbei um eine spezielle Art des Impulses. Das wohl
auffälligste Merkmal ist hierbei die 1/4-Wellenüberschneidung, die bei einem klassischen Impuls nicht erlaubt
ist und eine Regelverletzung darstellt. Außerdem sind die internen Impulswellen, die wir eben noch als
fünfgliedrig kennengelernt haben, bei diesem Ausnahme-Impuls dreiteilig. Taucht dieses Muster am Ende
einer Zykluswelle auf, so bedeutet das, dass der Trend schwach ist und dem Markt ein heftiger Wechsel in
die Gegenrichtung bevorsteht.
„Der Versager“
Beispiele: Dow Jones
Hierbei reicht das Hoch von Welle (5) nicht, wie sonst üblich, über das Hoch der dritten Welle hinaus. Sie
„versagt“ also kurz davor. Das deutet ebenfalls, wie bei der zuvor genannten Fünfer-Ausnahme, auf einen
abebbenden Trend gepaart mit baldiger Beschleunigung entgegen der bisher vorherrschenden Bewegung
hin.
Weitere Formen von Korrekturwellen
Die ganze Vielzahl weiterer Konsolidierungsmuster aufzuzählen, würde jedoch den Rahmen dieses Artikels
sprengen. Daher sollen abschließend, neben dem ZigZag, noch zwei weitere, häufig auftretende
Korrekturformen vorgestellt werden.
Das sogenannte „Flat“ stellt per Saldo eine Seitwärtsbewegung des Marktes dar.
Auf eine dreigliedrige Welle A folgt eine ebenfalls dreigliedrige Welle B. Diese läuft nahe an das Top der
vorangegangenen Impulswelle heran, was als Zeichen innerer Stärke zu werten ist. Der Markt „will“ also in
Richtung dieser B-Welle und darüber hinaus. Zuvor folgt jedoch noch ein Rücksetzer im Rahmen der 5-
teiligen Welle C. Sie kann knapp ober- oder unterhalb des Tiefs der Welle A enden. Flache Bewegungen
können in allen Arten von Konsolidierungen vorkommen.
Korrekturen verursachen Fehlprognosen
Während Impulswellen aufgrund ihres simplen Aufbaus relativ einfach zu handhaben sind, ergeben sich bei
der Analyse von Korrekturen zum Teil erhebliche Probleme, da eine Vielzahl von Korrekturmöglichkeiten
unterschieden werden muss, die sich zu Beginn ihrer Entwicklung jedoch oftmals gleichen. Daher erfolgt die
Identifizierung des vollständigen Korrekturmusters erst relativ spät. Fehlprognosen entstehen so meist in der
Fehlinterpretation von Korrekturen und deren möglichem Ende.
Nachteile und Kritik
Die Arbeit von R. N. Elliott, das massenpsychologische Verhalten von Aktienmärkten in Gesetzmäßigkeiten
und Regeln zu formulieren, ist zweifelsohne eine bemerkenswerte Leistung. Doch wie bei allen Dingen, gibt
es auch bei der Elliott Wellen-Theorie zwei Seiten der Medaille. Die häufigste Kritik an der Theorie lautet, es
sei für Anwender schwierig, immer korrekte Wellenzählungen vorzunehmen. Dies liegt vor allem am
Auslegungsspielraum, den die von Elliott beschriebenen Regeln teilweise zulassen.
Ein Markt, fünf Meinungen
Lassen Sie fünf Elliott-Waver eine Wellenzählung zu einem bestimmten Markt erstellen, und Sie werden mit
großer Wahrscheinlichkeit fünf verschiedene Zählweisen mit entsprechenden Kurszielen und Szenarien
erhalten. Dies ist mitunter auch auf den hier angerissenen komplexen Regelkatalog zurückzuführen. Jedoch
führen auch Voreingenommenheit (z.B. das Halten einer Position in Bezug auf den analysierten Markt) und
Unerfahrenheit dazu, dass zum Teil „auf Teufel komm raus“ an einem bestimmten Wellen-Szenario
festgehalten wird.
Hoher Zeitaufwand
Das Regelwerk bedarf also eines zeitaufwendigen und intensiven Studiums. Die wenigsten Börsianer haben
dazu wohl genug Lust und Geduld, geschweige denn die nötige Zeit. Es dauert gut und gerne mehrere Jahre
bis man die Komplexität der Elliott-Wellen halbwegs durchschaut hat.
Stopps
Ein weiteres Manko ist die Nennung beziehungsweise Setzung eines vernünftigen marktgerechten Stopps.
Stopps rein nach Elliott zu setzen bedeutet, ein größeres finanzielles Risiko einzugehen, als üblicherweise
notwendig wäre.
Vorteile und Nutzen
Kein anderes Verfahren der Technischen oder der Chart-Analyse zeigt derart gute Ein- und Ausstiegspunkte
auf wie das Elliott Wellen-Prinzip. Es ist sogar möglich, diese fast punktgenau im Intraday-Handel zu
erwischen. Voraussetzung hierbei ist jedoch, dass man sich die Zeit nimmt, ins Detail zu gehen, sprich, die
fraktalen Verschachtelungen der einzelnen Wellen „auseinanderzunehmen“ und vom größtmöglichen auf
das kleinstmögliche Zeitintervall herunterzubrechen.
Nie mehr „Telebörse“
Bei korrekter Anwendung des Regelwerks ist man anderen Marktteilnehmern immer einen Schritt voraus.
Auf die allabendliche „Telebörse“ und den täglichen Blick in den Wirtschaftsteil der Tageszeitung kann – was
den Informationsgehalt dieser Medien auf die Anlagestrategie betrifft – dann gut und gerne verzichtet
werden.
Umfassendes Weltbild
„Elliotter“ haben eine eigene Meinung zu einem Markt und sind in der Lage, anhand von konkreten Kauf- und
Verkaufspunkten eigene Entscheidungen zu treffen. Ich gehe noch einen Schritt weiter und behaupte, dass
ein Elliott-Waver nach der persönlichen Verinnerlichung der hier vorgestellten Theorie ein ganz anderes
Gefühl zu den Finanzmärkten bekommt. Er erlangt ein völlig neues und umfassendes Weltbild und wird
damit z.B. auch in der Lage sein, soziale Trends richtig zu erfassen und einzuschätzen. Es ist möglich, sich
so auf kommende Ereignisse vorzubereiten, auch wenn oft unklar ist, wann genau diese eintreten.
Mittel- und langfristige Prognosen
Ihren größten Vorteil spielt die Elliott-Theorie in ihrer mittel- und langfristigen Anwendung auf Märkten mit
hohem Handelsvolumen und größtmöglichem Medieninteresse aus. Sie ist in der Lage, zukünftige Trends
mit einem Anlagehorizont von mehreren Jahren bis hin zu mehreren Jahrzehnten vorherzusagen. Dies stellt
einen entscheidenden Nutzen für den Anleger dar.
Zusammenfassung
Es ist ein alter Wunsch jedes Anlegers und Börsianers, die Kurse an den Kapitalmärkten preislich und
zeitlich so exakt wie nur möglich vorherzusagen. Bis heute ist das jedoch niemandem bzw. keiner
Analysemethode auf Dauer gelungen.
Auch das Elliott Wellen-Prinzip ist kein perfektes, fehlerfrei funktionierendes Analyse-Werkzeug. Es hat
ebenso viele Fallstricke wie alle anderen gängigen und „anerkannten“ Analysemethoden auch. Bei der
Anwendung der Elliott-Wellen geht es in allererster Linie nicht darum, perfekte Prognosen mit „richtigen“
Wellenzählungen erstellen zu wollen. Vielmehr steht die gewinnbringende Umsetzung eines Szenarios unter
Berücksichtigung eines angemessenen Chance/Risiko-Verhältnisses und Money-Managements im
Vordergrund. Und das ist mit den Elliott-Wellen ohne weiteres möglich.
Wenig Anhänger wegen Esoterik-Touch
Die Elliott Wellen-Theorie hat trotz dieses markanten Profils und der beschriebenen Vorteile bis heute nur
eine überschaubare Anzahl von Anhängern und Anwendern. Von der Theorie haben zwar viele schon
einmal gehört und sich eventuell auch kurz daran versucht. Aufgrund des wohl eingetretenen Misserfolges
haben sie sich jedoch schnell wieder davon verabschiedet. Daher kommt es des Öfteren vor, dass die Elliott
Wellen-Theorie gerne in das Reich der Esoterik und damit ins Lächerliche gezogen wird.
Andere Herangehensweise an den Markt
Kritiker, vor allem die, die sich offensichtlich nie intensiv mit der Materie beschäftigt haben, bezeichnen
daher Waver gerne auch schon mal als notorische Pessimisten, Weltuntergangspropheten oder gar
Kaffeesatzleser. Kommt diese Abneigung daher, dass „Elliotter“ Trends oft schon vor ihrem Entstehen
erkennen können, ohne sich von den Massenmedien beeinflussen zu lassen? Liegt es an den zum Teil
utopisch lautenden Kurszielen, die für die wenigsten Marktteilnehmer zum Zeitpunkt der jeweiligen Prognose
greifbar, rational und vor allem fundamental zu erklären sind?
Elliott-Waver haben lediglich eine andere Herangehensweise an den Markt und demzufolge auch andere
Marktbewertungskriterien, die mit der klassischen und anerkannten Denk- und Handlungsweise nicht gut
vereinbar sind. Seien Sie nicht voreingenommen und machen Sie sich Ihr eigenes Bild von den Elliott
Wellen.

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